Jakob Lorber

Die große Zeit der Zeiten

darunter begriffen wird

Die Erlösung

– Pathiel –

Leseprobe
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Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber. Nach der 6. Auflage 1997.
Lorber-Verlag – Hindenburgstraße 5 – D-74321 Bietigheim-Bissingen. Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2000 by Lorber-Verlag, D-74321 Bietigheim-Bissingen.

Vorleitung (12. Mai 1848)
[Pa.01_48.05.12,01] Also sprach und spricht der Geist Gottes durch den erweckten Geist eines Menschen zu den Menschen, die eines guten Herzens und Willens sind, durch ein schlichtes Lied, dessen Name es nur zu klar zeigt, wie so ganz eigentlich es für diese Zeit gegeben ward. – Daher säume nun niemand es sich anzuschaffen, denn es ist kein Werk eines menschlichen, sondern eines göttlichen Geistes durch den menschlichen.
[Pa.01_48.05.12,02] Dieser göttliche Geist aber sprach und spricht also:

Einleitung (29. März 1841)
[Pa.01_41.03.29,01] Es solle aber dieses große Lied heißen „Die große Zeit der Zeiten“, welche Zeit da ist eine Zeit der Erlösung; darum aber wird euch dieses große Lied gegeben, auf daß ein jeder, so er sich darinnen werktätig als in der Quintessenz Meiner Liebe finden wird, der Erlösung in sich alsobald teilhaftig wird, d.h., es wird ihm eine neue Frucht gegeben werden, und er wird dieser neuen Frucht leben fürder und ewiglich. Daher solle niemand an diesem Liede etwas ändern, sondern da es ihm unverständlich scheinen wird, solle er eingehen in seine Demut, so wird er die lebendige Frucht finden. –
[Pa.01_41.03.29,02] Wie es aber ist bei einem Baume, da gerade da, wo die Rinde am unebensten wird, eine befruchtete Knospe hervorbricht, also wird es auch sein dahier.
[Pa.01_41.03.29,03] Daher wohl dem, der sich an manchen Unebenheiten nicht stoßen wird; denn er wird darinnen finden, das er noch nie geahnet hat, d. h. er wird finden die lebendige Frucht aus der großen Zeit der Zeiten, oder den freien Anteil an der Erlösung zur wahren Wiedergeburt und daraus zum ewigen Leben; und es wird an ihm offenbar werden, daß er den Tod nicht schmecken und sehen wird ewig Amen.

1.
[Pa.01_001] Was meint ihr kleinen Völker auf der Erde fernen Zonen
und ihr Geschlechter alle, die ihr seid, um Sterne zu bewohnen,
was meint ihr Erden, Monde, und ihr alle großen Sonnen,
und ihr auch, die ihr über allen Sonnen pflegt zu thronen –
diewelche aus der Gottheit zahllos größten Liebetaten
als allergrößte sich im treuen Herzen möcht verraten? – –
O ratet nicht auf die Unendlichkeit, erfüllt von Werken,
obschon der Größe nicht einmal die größten Engel merken!
Auch ratet nicht auf der Atome Zahl in all den Räumen
und wie unendlich viel da im Endlosen möchten säumen.

2.
[Pa.01_002] O ratet nicht auf zahllos Milliarden Hülsengloben,
in deren jede Milliarden Sonnen sind geschoben,
o ratet nicht auf jene Zahl von großen Geister-Heeren –
und laßt euch selbst von Engelsgrößen nicht zu leicht betören,
obschon nun eines Engels Auge spottet allen Globen,
denn Größres faßt des Wimper schon, als all die Globen loben!
O denket nicht, wie viel in einer Stund sich Leben mehren
in allen endlos' Räumen, ja in allen Äthers Meeren. –
O denket, daß in allen diesen nicht wird zu erraten
da sein der ew'gen Liebe größte aller größten Taten.

3.
[Pa.01_003] Ihr möget raten hin und her und auf und ab gleich Blitzen
und eure Phantasie in aller Sonnenglut erhitzen –
und tun dergleichen fort und fort durch alle Ewigkeiten,
des ungeacht't werd't ihr der Wahrheit Spur nicht näher schreiten;
wohl aber euch entfernen mehr von ihr zu Trillionen
und werd't verlieren noch, da ihr zu zählen habt begonnen.
Daher auch suchet nimmer ihr in all den Schöpfungsräumen,
ihr werd't nicht finden, wo der Liebe Größtes pflegt zu keimen.
Es deckt der kleine Finger aber an das Aug' gehalten
schon mehr, als du in allen Ewigkeiten möchtst entfalten. – –

4.
[Pa.01_004] Und bin Ich auch unendlich schon in einer Milbe Leben
und größer noch in jenen Punkten, die in Räumen schweben,
von da ihr Licht zu euch durch ungemessne Fernen blitzet,
wenn euch der Nächte Dunkel mild vor grell'ren Strahlen schützet.
Und möcht't ihr alle die Unendlichkeiten ängstlich treu summieren
und wie am Staube, so an Sonnen Meine Größ' probieren;
wie schon gesagt, es würd' euch dieses alles wenig nützen
und mögt ihr euch in Milliarden Tropfen auch zerschwitzen.
Nur eines ist, auf das ihr alle gar getreu sollt merken,
und dieses ist: Den Größten schaun in Seinen kleinsten Werken! –

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